Heute ist der letzte Einkaufssamstag vor Weihnachten. Und ich werde in Kürze meiner Lieblingsbeschäftigung am letzten Einkaufssamstag vor Weihnachten nachgehen. Ich setze mich in meinen fahrbaren Untersatz, staue mich nach Vösendorf in die SCS, hocke mich in ein Kaffee mit gutem Überblick und schau mir die armen Menschen an, die noch nicht alles besorgt haben. Herrlich.
Ein Ameisenhaufen ist ein faszinierender Ort. Die vorweihnachtliche SCS auch. Der Unterschied ist der, dass die Ameisen gut organisiert sind.
Ich liebe Verzweiflungsgeschenke. Dieses "Scheisse, das nehm ich jetzt." meistens ergänzt durch "Koste es was es wolle." Verlegenheitsgeschenke sind eine tolle Sache. Bekam mal einen Pulli. Größe XL. In schwarz, sehr schön prinzipiell. Alleine: Ich bin 1,70 "groß" und habe wiege umwerfende 65 kg.
Nun ja, ich werde mich also dort genüsslich einem oder zwei Kaffee hingeben und mir das Spektakel ansehen. Ich habe ja schon alles besorgt.
Oder?
Samstag, 22. Dezember 2007
Freitag, 21. Dezember 2007
Neue kleine Bürokatze

Sie ist ein Hit, diese kleine Katze, die uns quasi zugelaufen ist.Irgendwie ein Grund (mehr?), zur Arbeit zu gehen.... ;-)
An unserem letzten Arbeitstag vor dem Weihnachtsurlaub (verdient, natürlich, höchst verdient...) kam sie nochmal zu grosser Ehre und bekam einen extra Portion an Aufmerksamkeit. Herrlich verspielt und da wir eben jenen letzten Tag mit Zusammenräumen und Ordner von Platz A nach Platz B schleppen verbracht haben, konnte sie uns nach Herzenslust unterstützen und Altpapier zerfleddern. Herrlich.
In diesem Sinne: miau.
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Dienstag, 18. Dezember 2007
Dali oder Warum immer dann wenn
Seit 7 Tagen vernachlässige ich nun bereits wieder mein Lauftraining obwohl am 3. Dezember offizieller Trainingbeginn war. Nun gut, es bzw. ich lief nicht so schlecht, die gute Basiszeit über die 10km (frustige 37:27 sogar letzten Montag) war schnell wieder erreicht und auch die Dehnübungen sahen nach der ersten Woche wieder geschmeidiger aus und meine Zehen waren greifbar. Aber die Konstanz, die ich gerne an den Tag gelegt hätte fehlt mir und es stört mich dass ich es nicht so konsequent durchziehen kann wie ich mir das wünsche.
Nun ist der Dezember generell ein arbeitsamer Monat, dazu kommen diverse Geburtstage und dem entsprechende familiäre und freundschaftliche Verpflichtungen. Nicht, dass ich meine Familie oder Freunde nicht sehen will - im Gegenteil - aber es scheint noch nicht im wahren Ausmass durchgedrungen zu sein, wie verdammt wichtig mir meine Herumlauferei eigentlich ist.
Nun gut, es sind noch einige Monate bis zum ersten Lauf im Kamptal. Aber es ist nunmal so wie Salvador Dali es in dem Bild "Die Beständigkeit der Erinnerung" versucht hat darzustellen: Die Zeit verrinnt, die Zeit verfliegt.
Es gibt unter der Woche einen trainingsfreien Tag, den ich historisch bedingt bei meiner Familie verbringe. Dann kommen die Fragen, warum ich nicht mal einen Tag das Training ausfallen lassen kann. Schon sind es zwei Tage. Einen Tag in der Woche arbeite ich erfahrungsgemäss so lange, dass ich danach meinen Arsch nicht mehr in Bewegung setzen will. Schon sind es drei Tage. Bleiben 2 Tage und die sind auf Dauer gesehen nicht besonders leistungssteigernd. Leistungskonservierend höchstens wobei da ja mal zuvor Leistung zu erbringen wäre, was aus oben genannten Gründen derzeit nicht geht.
Nun hätte ich heute wirklich Lust gehabt, hätte mich grundsätzlich gesehen zu einer normalen Zeit aus dem Büro trollen können ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Dann beginnt das berühmte verzögerte "Es ist doch noch genug Zeit"-Symptom akut zu werden.
Der Eine sagt, er will was. Der Andere sagt, er macht was. Der Dritte wartet darauf, dass Er machen kann. Jetzt macht der Andere mal nichts. Der Dritte fragt den Anderen wo das, das der Andere hätte machen sollen bleibt. Der Andere sagt er macht es noch heute. Das heisst erfahrungsgemäss dass er es morgen macht und am Abend schickt was für den Dritten wiederum heisst, dass er es erst Übermorgen kriegt. Jetzt soll der Dritte aber bis morgen das machen, das er nur machen konnte, nachdem der Andere was gemacht hat. Bleibt dann um den Daumen herum unterm Strich so zirka nichts an Morgen über sondern bloss noch Heute Abend.
Also weht um 16:30 ein Lüftchen durchs Büro: "Kannst du mal kurz..." That's the way, aha aha, I like it.
Dann beginnen schleichende Faktoren zu greifen. Der Server ist so gut wie voll und so schnell wie ein lahmendes Muli. Es ist etwas gezeichnet aber keiner weiss so recht was und ob es stimmt und was schlussendlich draus werden soll. Und - ich schwöre es - der Computer stürzt ab, just zu dem Zeitpunkt, zu dem man sich denkt: Eigentlich sollte ich mal wieder zwischenspeichern. Jahaa, liebe Leute, ich weiss sehr wohl, dass diese "Mein Computer ist schuld" Witze nun schon Methusalems Bart an Länge bei weitem übertroffen haben. War aber so. Punkt. Aus.
Naja, weiter nichts passiert, die Daten waren "schnell" wieder hergestellt, aber die Minuten, sie fliessen dahin und am Ende bleibt nicht übrig vom Tag oder vom Abend.
Bleibt nur noch Zeit zu testen ob Einstein Recht hatte, ob die Zeit relativ ist und wenn ich mich schnell genug bewege... Mal sehen, was der Honda hergibt.
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Montag, 17. Dezember 2007
Warm ums Herz
Irgendwie habe ich das System nicht verstanden: Man stellt sich in die Kälte und zahlt horrende Preise für ein klebriges Getränk nach dessen Genuss man tunlichst nicht mehr mit dem Auto fahren sollte, damit der gebeutelte Körper wieder vermeintlich an Temperatur gewinnt.
Es reiht sich ein irgendwo zwischen stromfressenden Lichterketten und der Frage, warum alle Welt inklusive mir Geschenke erst in den letzten zwei Wochen vor der grössten Geburtstagsparty der Welt besorgen muss um die größten Staus des Jahres zu erzeugen: der Punschstand.
Abgesehen davon, dass manche Gewinne dieser Bretterbuden wohltätigen Zwecken zugute kommen: das soziale Phänomen des Massenzitterns bleibt mir unverständlich.
Es reiht sich ein irgendwo zwischen stromfressenden Lichterketten und der Frage, warum alle Welt inklusive mir Geschenke erst in den letzten zwei Wochen vor der grössten Geburtstagsparty der Welt besorgen muss um die größten Staus des Jahres zu erzeugen: der Punschstand.
Abgesehen davon, dass manche Gewinne dieser Bretterbuden wohltätigen Zwecken zugute kommen: das soziale Phänomen des Massenzitterns bleibt mir unverständlich.
An Rechtfertigungen sich Alkohol einzuflössen fehlt es generell schon wahrlich nicht, da braucht sich der geneigte Trinker nicht auch noch kalte Füsse holen, die erfahrungsgemäss von der Erwärmung ausgeschlossen bleiben.
Als jemand, der sich diesem Zwang so gut es eben geht entzieht bleibt nur die Hoffnung, dass dieser Trend irgendwann in einer kalten Dezembernacht vergessen wird wie so manche Solarleuchte im Garten, die jetzt ihr Dasein unterm Neuschnee fristet.
Als jemand, der sich diesem Zwang so gut es eben geht entzieht bleibt nur die Hoffnung, dass dieser Trend irgendwann in einer kalten Dezembernacht vergessen wird wie so manche Solarleuchte im Garten, die jetzt ihr Dasein unterm Neuschnee fristet.
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Samstag, 15. Dezember 2007
Wortmeldung
Experiment Weblog gestartet. Nun gut. Man will sich ja mitteilen. Hält seine Gedanken und schlussendlich sich selbst für so wichtig, um ein Teil der medialen Zukunft zu sein. Zum Teufel damit, ist das nicht ein Problem dieser Zeit? Ist es nicht so, dass jeder sich bemüssigt fühlt zu Allem (und über Jeden) eine Meinung zu haben? Die in den wenigsten Fällen - und da sind wir auch schon - fundiert ist. Schmetterlingsbauchgefühle sind Ausschlag gebend und Indikatoren für Rechts- und Unrechtsempfinden. Was man nicht versteht ist vorerst und meist auch nachhaltig deppert und was einem selbst nützt grandios ohne Rücksicht auf das Ganze.
In der vorweihnachtlichen Debatte über die Abschiebung der 15-jährigen Arigona Zogaj sind nun, da "die Asylanten" ein Gesicht bekommen haben, zum Teil auch jene weich geworden, die vordem nach Härte riefen.
Ist es nun Recht oder Unrecht, was dem unfreiwilligen Zugpferd der Integrationspolitik da widerfährt? Österreichisches Recht jedenfalls, wie Bundeskanzler Gusenbauer bekräftigt hat. Aber "Menschenrecht", wie liberal- bis linksorientierte Gruppen es nennen, wohl eher weniger. Vom Gefühl her, aus dem Bauch heraus...
Die öffentliche Meinung ist ja ein Zeitungsblatt der Krone im Wind. Nach zwei Leitartikeln über "Negerdealer" und "Ostbanden" ist Arigonas Schicksal wieder vergessen bis nach einem Jahr "Was geschah eigentlich mit..." gefragt, leidlich emotionell verfasst und gedruckt wird. Spätestens dann wird sich auch herausstellen, was nun mit dem versprochenen Traktor geworden ist.
Aber mal ernsthaft gefragt:
Kann man ein Einzelschicksal zu einem Präzedenzfall machen? Ist es eine "Bankrotterklärung der Menschlichkeit", wie es die grüne Menschenrechtssprecherin Brigid Weinzinger postuliert hat, oder doch eine Exekutierung geltenden österreichischen Rechts, was hier passiert?
Ist es nun mehr, weniger oder gleich viel Unrecht, wenn man ein nettes 15-jähriges Mädel dorthin zurückschickt, wo es nie wirklich herkam? Hm, Sudokos lösen ist einfacher. Parolen, welcher Ideologie auch immer, brüllen auch und sowieso: was geht mich das nun an? Es erinnert mich an etwas, das ich mit vielen Österreichern gemein habe: Ich kenne die Gesetze dieses Staates nur soweit, wie sie mich unmittelbar betreffen. Haben Sie schon mal die 118 Seiten des Fremdenrechtspaketes 2005 gelesen? Ich nicht. Also halte ich meine Klappe, auch wenn mein Schmetterlingsbauchgefühl mir sagt, dass die Abschiebung von Arigona wohl gesetzeskonform, menschlich gesehen aber nicht einwandfrei vertretbar ist. Oder sagen wir: nachvollziehbar.
Welchen Masstab nimmt man, wenn man Integration messen will. Oder Integrationswillen?
In der vorweihnachtlichen Debatte über die Abschiebung der 15-jährigen Arigona Zogaj sind nun, da "die Asylanten" ein Gesicht bekommen haben, zum Teil auch jene weich geworden, die vordem nach Härte riefen.
Ist es nun Recht oder Unrecht, was dem unfreiwilligen Zugpferd der Integrationspolitik da widerfährt? Österreichisches Recht jedenfalls, wie Bundeskanzler Gusenbauer bekräftigt hat. Aber "Menschenrecht", wie liberal- bis linksorientierte Gruppen es nennen, wohl eher weniger. Vom Gefühl her, aus dem Bauch heraus...
Die öffentliche Meinung ist ja ein Zeitungsblatt der Krone im Wind. Nach zwei Leitartikeln über "Negerdealer" und "Ostbanden" ist Arigonas Schicksal wieder vergessen bis nach einem Jahr "Was geschah eigentlich mit..." gefragt, leidlich emotionell verfasst und gedruckt wird. Spätestens dann wird sich auch herausstellen, was nun mit dem versprochenen Traktor geworden ist.
Aber mal ernsthaft gefragt:
Kann man ein Einzelschicksal zu einem Präzedenzfall machen? Ist es eine "Bankrotterklärung der Menschlichkeit", wie es die grüne Menschenrechtssprecherin Brigid Weinzinger postuliert hat, oder doch eine Exekutierung geltenden österreichischen Rechts, was hier passiert?
Ist es nun mehr, weniger oder gleich viel Unrecht, wenn man ein nettes 15-jähriges Mädel dorthin zurückschickt, wo es nie wirklich herkam? Hm, Sudokos lösen ist einfacher. Parolen, welcher Ideologie auch immer, brüllen auch und sowieso: was geht mich das nun an? Es erinnert mich an etwas, das ich mit vielen Österreichern gemein habe: Ich kenne die Gesetze dieses Staates nur soweit, wie sie mich unmittelbar betreffen. Haben Sie schon mal die 118 Seiten des Fremdenrechtspaketes 2005 gelesen? Ich nicht. Also halte ich meine Klappe, auch wenn mein Schmetterlingsbauchgefühl mir sagt, dass die Abschiebung von Arigona wohl gesetzeskonform, menschlich gesehen aber nicht einwandfrei vertretbar ist. Oder sagen wir: nachvollziehbar.
Welchen Masstab nimmt man, wenn man Integration messen will. Oder Integrationswillen?
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