Montag, 17. Dezember 2007

Warm ums Herz

Irgendwie habe ich das System nicht verstanden: Man stellt sich in die Kälte und zahlt horrende Preise für ein klebriges Getränk nach dessen Genuss man tunlichst nicht mehr mit dem Auto fahren sollte, damit der gebeutelte Körper wieder vermeintlich an Temperatur gewinnt.
Es reiht sich ein irgendwo zwischen stromfressenden Lichterketten und der Frage, warum alle Welt inklusive mir Geschenke erst in den letzten zwei Wochen vor der grössten Geburtstagsparty der Welt besorgen muss um die größten Staus des Jahres zu erzeugen: der Punschstand.

Abgesehen davon, dass manche Gewinne dieser Bretterbuden wohltätigen Zwecken zugute kommen: das soziale Phänomen des Massenzitterns bleibt mir unverständlich.
An Rechtfertigungen sich Alkohol einzuflössen fehlt es generell schon wahrlich nicht, da braucht sich der geneigte Trinker nicht auch noch kalte Füsse holen, die erfahrungsgemäss von der Erwärmung ausgeschlossen bleiben.

Als jemand, der sich diesem Zwang so gut es eben geht entzieht bleibt nur die Hoffnung, dass dieser Trend irgendwann in einer kalten Dezembernacht vergessen wird wie so manche Solarleuchte im Garten, die jetzt ihr Dasein unterm Neuschnee fristet.